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Schilddrüse


Schilddrüsenuntersuchung


a) Tastbefund (Palpation):
Der Tastbefund lässt eine Beurteilung der Größe und Lage der Schilddrüsenlappen und des Isthmus zu. Außerdem kann eine grobe Aussage über die Oberflächenbeschaffenheit der Schilddrüse getroffen werden.

b) Ultraschall (Sonographie):
Warum?
Mittels Ultraschall können sowohl die Größe als auch die Homogenität des Schilddrüsengewebes und gegebenenfalls abgrenzbare Knoten, Zysten oder Ähnliches beurteilt werden.

Was passiert?
Die Untersuchung wird im Liegen mit leicht überstrecktem Hals durchgeführt. Der Arzt gibt ein Ultraschallgel auf den Hals und führt mittels eines Schallkopfes die Untersuchung durch.

Was ist zu beachten?
Es ist keine Vorbereitung nötig.

Dauer:
Ca. 20 Minuten

c) Blutabnahme:
Die Blutabnahme aus einer Armvene dient zur Bestimmung der für die Schilddrüse relevanten Laborparameter.

d) Szintigraphie:
Warum?
Die Schilddrüsenszintigraphie wird beim Verdacht auf eine Funktionsstörung oder nach auffälligem Tastbefund bzw. auffälliger Ultraschalluntersuchung des Organs zur weiteren Abklärung eingesetzt.

Was passiert?
Sie bekommen eine radioaktive Substanz über die Armvene verabreicht. 20 Minuten später wird dann eine Aufnahme unter der Gammakamera gemacht. Diese dauert ca. 5 Minuten.

Was ist zu beachten?
Vor der Szintigraphie (nach Rücksprache bei der Anmeldung) sind die Schilddrüsenhormonpräperate (z.B.: Thyrex, Euthyrox etc.) abzusetzen. Innerhalb der letzten 6 Monate vor der Szintigraphie sollte keine Untersuchung mit Kontrastmittel (z.B. Angiographie, Computertomographie, Nierenröntgen etc.) durchgeführt worden sein. Bei Einnahme von Sedacoron bitte um Rücksprache. Bereits erhobene Befunde, die Schilddrüse betreffend, sind zur Untersuchung mitzubringen.

Dauer:

Maximal 1 Stunde

Spezielles:

- Feinnadelbiopsie:

Bei „kalten Knoten“, bestimmten Zysten oder Verdacht auf bösartiges Gewebe in der Schilddrüse kann vor einer Operation, eine Feinnadelbiopsie zur Diagnose sinnvoll sein. Im Rahmen der Biopsie wird unter Ultraschallkontrolle eine kleine Menge Schilddrüsengewebe mittels einer dünnen Nadel durch die Haut entnommen und histologisch untersucht. Die Einnahme blutverdünnender Medikamente, von Thrombozytenaggregationshemmern bzw. bestimmten nicht-steroidalen Antirheumatika ist nach Rücksprache mit dem Arzt unterschiedliche Zeiträume zuvor auszusetzen, um das Blutungsrisiko gering zu halten.

 

- Radiojod-Therapie:

Eine ambulante Radiojod-Therapie kann bei unterschiedlichen Formen der Schilddrüsenüberfunktion erfolgen. 


- Ektopes Schilddrüsengewebe:
Schilddrüsengewebe kann selten an atypischen Stellen vorgefunden werden. Der Nachweis kann szintigraphisch erbracht werden.



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