
SCHILDDRÜSENUNTERSUCHUNG
TASTBEFUND (Palpation):
Der Tastbefund lässt eine Beurteilung der Größe und Lage der
Schilddrüsenlappen und des Isthmus zu. Außerdem kann eine grobe Aussage Über die Oberflächen-beschaffenheit der Schilddrüse getroffen werden.
ULTRASCHALL (Sonographie):
Warum?
Mittels Ultraschall kann sowohl die Größe als auch die Homogenität des
Schilddrüsengewebes und gegebenenfalls abgrenzbare Knoten, Zysten
oder Ähnliches beurteilt und ihre Größe erfasst werden.
Was passiert?
Die Untersuchung wird im Liegen mit leicht überstrecktem Hals
durchgeführt. Der Arzt gibt Ihnen ein Ultraschallgel auf den Hals
und führt mittels eines Schallkopfes die Untersuchung durch.
Was ist zu beachten?
Es ist keine Vorbereitung nötig.
Dauer?
Etwa 20 Minuten.
BLUTABNAHME:
Die Blutabnahme aus einer Armvene, dient zur Bestimmung der für die
Schilddrüse relevanten Laborparameter.
SZINTIGRAPHIE:
Warum?
Die Schilddrüsenszintigraphie wird beim Verdacht auf eine Funktionsstörung
oder nach auffälligem Tastbefund bzw. auffälliger Ultraschalluntersuchung des
Organs zur weiteren Abklärung eingesetzt.
Was passiert?
Sie bekommen eine radioaktive Substanz über die Armvene verabreicht.
20 Minuten später wird dann eine Aufnahme unter der Gammakamera
gemacht.
Dauer?
Etwa 5 Minuten.
Was ist zu beachten?
Pausieren Sie bitte vor der Szintigraphie (nach Rücksprache bei der Anmeldung)
Schilddrüsenhormonpräperate (z.B.: Thyrex, Euthyrox etc.). Bitte teilen Sie uns mit,
ob bei Ihnen innerhalb der letzten 6 Monate eine Untersuchung mit Kontrastmittel
(z.B. Angiographie, Computertomographie, Nierenröntgen etc.) durchgeführt wurde.
Bei Einnahme von Sedacoron bitte um Rücksprache. Bringen Sie bitte bereits
erhobene Befunde, die Schilddrüse betreffend, zur Untersuchung mit.
Dauer?
Maximal 1 Stunde.
Ektopes Schilddrüsengewebe:
Schilddrüsengewebe kann selten an atypischen Stellen vorgefunden werden.
Der Nachweis kann szintigraphisch erbracht werden.
Spezielles?
Eine ambulante Radiojod -Therapie kann bei unterschiedlichen Formen der
Schilddrüsenüberfunktion erfolgen. Ist bei einem Patienten ein bösartiger
Schilddrüsentumor bekannt, kann im Rahmen der Nachsorge eine weitere
nuklearmedizinische Untersuchungsmethode der Metastasensuche (das ist
entartetes Schilddrüsengewebe an anderer Stelle des menschlichen Körpers,
das noch die für Schilddrüsenzellen typische Jodspeicherfähigkeit aufweist)
dienen.